Als eines Abends müd’ und matt,
Zurück ich kehrte nach der StadtUnd Felsgewirre kühn durchschritt,
Ein kleines Männlein zu mir tritt;
Ein Männlein ganz nach Bergmanns Art,Mit dickem Kopf und langem Bart.
Das sprach zu mir in leisem Ton,
Du suchst umsonst, mein lieber Sohn,Hier zu ergründen welche Kraft,
Dem Riesling diese Würze schafft.
Dem Moselschiefer ganz allein,
Verdankt die Feinheit dieser Wein.
Darauf das Männlein schnell verschwand,Doch lang’ noch tief bewegt ich stand,Mich freuend, dass des Schiefers WerthMir durch das Männlein ward erklärt,Dass Riesling saugt in SonnengluthTief aus der Erde Schos sein Blut.
Ich lieb’ das Thal, zumal den Wein,
Ihm gelte heut mein Sang allein,
Denn keiner so wie er erfreutUnd fördert die Geselligkeit.
Drum schalle laut wie DonnerhallEin Hoch dir, liebes Moselthal.
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