Der perlende Riesling.
eit bin ich gewandert von Lande zu Land,Durch Berge und Thäler und Gauen;
Doch lang hats gedauert bis endlich ich fandDie Stätte, drin Hütten zu bauen.
Doch als ich erschauet dies herrliche Thal,
Die Reben im Sonnengold Scheine,
Vorbei ist das Wandern, mich fesseln zumal,
Der Mosel so liebliche Weine.
Der perlende Riesling, der goldige Wein,
Giesst Freude und Frohsinn ins Herz mir hinein.
Hier wächst mir ein Wein von besonderer Art,Grüngoldig erglänzt er im Becher,
Mit lieblicher Würze ist innig gepaartAuch Blumenduft, neckend den Zecher.
Und köstlich erreget er Gaumen und Herz,Erwecket den Muth in der Seele,
Weckt Freude und Wonne und lindert den Schmerz,Drum Moselwein stets ich mir wähle.
Der perlende Riesling, der goldige Wein,
Giesst Freude und Frohsinn ins Herz mir hinein.
Und sitz ich mit Freunden im trauten Verein,Dem Frohsinn geweihet die Stunde,
Dann glänzt im Pokal von der Mosel ein Wein,Dess’ Duft schon erfreuet die Runde.
Und heb’ ich zum Munde den edelen Trank,
Dann drängt’s mich, ein Loblied zu singenDem Wein von der Mosel, dem Schöpfer zu Dank —Zum Himmel auf möcht ich mich schwingen.
Der perlende Riesling, der goldige Wein,
Giesst Freude und Frohsinn ins Herz mir hinein.
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