Saarlied.
|§rs eilen die Wellen so friedlich dahin,
Drin spiegeln sich Dörfer und StädteUnd herrliche Fluren und Höhen umziehn,
Des Flusses so liebliches Bette;
Und überall Leben, ja überall Lust,
Getriebe von mancherlei Arten,
Ein Wirken und Streben so zielbewusst,
Wo Wasser und Dampfkraft sich paarten.
Da ist meine Heimat, das ist meine Saar,
Die lieb’ ich von Herzen so treu und so wahr.
Hier schmiegt sich das Eisen in Form und Gestalt,Die Tiefe der Erde beut Kohlen;
Es brodelt im Hafen durch FeuersgewaltDie Masse zum Formen von Bowlen,
Von Humpen und Gläsern so fein wie KrystallUnd Flaschen für edele Weine,
Denn Reben gedeihen im Thal überallUnd Trauben von goldigem Scheine.
Da ist meine Heimat, das ist meine Saar,
Die lieb’ ich von Herzen so treu und so wahr.
An steilen Gehängen, dem Flusse entlang,
Da stehen die Reben in Reihen,
Die liefern den edlen, den duftigen Trank,
So herrlich wie Blümlein im Maien.
Auch blüht eine Stätte der Kunst hier im Thal,Die schaffet mit Kraft und VerständeDie Werke der Schönheit und Pracht ohne Zahl,So giebt’s keine zweite im Lande.
Da ist meine Heimat, das ist meine Saar,
Die lieb’ ich von Herzen so treu und so wahr.
\
5