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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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die Braut gefunden und sie daran erkannt, daß sie ihn ausdem Kruge geletzt habe auf ihrer Hand und habe auch seinezehnKamele getränkt. Soviel sei gereist und Raumbezwingunggeübt worden in ihrem Geschlecht, noch nicht zu reden vonihrem Vater und Herrn, der schon als Jüngling mit frischemEntschluß von Hause gezogen sei, ebenfalls ins Chaldäische,wohl siebzehn Tage und mehr. Da sei er an einen Brunnengekommen. . .

Verzeiht!" sagte der Alte, indem er die Hand aus demKleide hervorstreckte und die Rede hemmte.Verzeih, meinFreund und lieber Hirtenmann, deinem älteren Knecht eineAnmerkung zu deinen Worten. Wenn ich dir lausche undhöre dich künden von euerem Geschlecht und seinen Ge-schichten, so scheint mir, daß in diesen der Brunnen eineebenso denkwürdige und hervorstechende Rolle spielt wiedie Erfahrung im Ziehen und Wandern."

Wie das?" fragte Juda und steifte den Rücken. Zugleichtaten es all seine Brüder.

Nun so", versetzte der Alte.Du sprichst, und das Wort.Brunnen' schlägt an mein Ohr jeden Augenblick. Ihrwechselt Weide und Brunnen. Ihr habt des Landes Brunnenam Schnürchen. Euer Vater hat einen Brunnen gebaut, sehrtief und breit. Eures Großvaters Großknecht freite amBrunnen. Euer Vater auch, wie es scheint. Es summt mirwahrhaft im Ohre von Brunnen, die du erwähntest."

Mein Herr, der Kaufmann", antwortete Juda mitsteifem Rücken,will also sagen, daß ich eintönig erzählthabe und summend, das tut mir leid. Wir Brüder und Hirtensind keine Märchenspinner am Bru, wir sind keine Lügen-krämer des Marktes, die es gelernt haben und es nach der