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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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Holdheit mitleidige Regungen hätte begünstigen können.Sie wären allenfalls Ada's und Zilla's, der Weiber, Sachegewesen, doch mochten sie nur zur Würze ihrer Anbetungdienen von Lamechs unbestechlich mörderischer Mannheitund anspruchsvoller Rachsucht, die ehern und alt das Liedund seine Gesinnung beherrschte.

„Lamech hieß er", sprach Lea's Levi und zerstieß stocherndverkohltes Reisig. „Wie gefällt er euch? Ich frage das,weil er mir gut und eher vorzüglich gefällt. Das war nocheiner, ein Kerl, ein Löwenherz, von echtem Schrot, so wasgibt es nicht mehr. Im Liede gibt es das ausschließlich noch,man singt's und erlabt sich daran und denkt vergangenerZeiten. Der mochte vor seine Weiber treten gewaschenenHerzens, und wenn er sie heimsuchte, eine nach der anderen,mit seiner Kraft, so wußten sie, wen sie empfingen, undzitterten vor Lust. Trittst du auch wohl so, Juda, vor Schua'sTochter und du, Dan, vor die Moabiterin? Sagt mir dochan, was aus dem Menschengeschlecht geworden ist seit dazu-mal, daß es nur noch Klügler und Frömmler erzeugt, dochkeine Männer?"

Ihm antwortete Rüben:

„Ich will dir sagen, was aus des Mannes Hand nimmtseine Rache und macht, daß wir ungleich geworden Lamech,dem Helden. Es ist zweierlei: Babels Satzung und GottesEifer, die sprechen beide: Die Rache ist mein. Denn dieRache muß von dem Manne genommen sein, sonst zeugt siewild weiter, geil wie der Sumpf, und die Welt wird vollBlutes. Welches war Lamechs Los? Du weißt es nicht,denn das Lied kündet's nicht mehr. Aber der Jüngling, dener schlug, hatte einen Bruder oder Sohn, der schlug den