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Wurzelgeflecht des Ginsters stolpernd, zum Brunnen ge-gangen, der vorn bei den Schafen war, wo die Herde dasFeld bedeckte, und der lebendiges Wasser hatte, während dieZisterne hier in der Nähe um diese Jahreszeit trocken undleer von Wasser war; sie hatten getrunken, sich gewaschenund angebetet, nach den Lämmern gesehen und sich dannzusammengefunden, wo sie zu essen pflegten: im Schatteneiner Gruppe rotstämmiger und ausladend astreicher Kiefern.Man hatte offene Aussicht hier: über das ebene, nur mitBuschwerk und einzelnen Bäume besetzte Land hin, auf denHügel, den Dotan, die Ortschaft, krönte, das ferne Gewim-mel der Schafe und sanftes Gebirge in hinterster Sicht. DieSonne war schon ziemlich hoch gestiegen. Es duftete nacherwärmten Kräutern, nach Fenchel, Thymian und anderenAromen des Feldes, beliebt bei den Schafen.
Die Jaakobssöhne saßen im Kreise auf ihren Fersen, dagnachglimmende Reisig mit dem Topfe darüber in ihrer Mitte.Sie hatten längst fertig gegessen und saßen tatenlos, mit ge-röteten Augen. Ihre Leiber waren gesättigt, aber in ihrenSeelen nagte ein Hunger und trockener Durst, den sie nichtzu nennen gewußt hätten, der ihnen jedoch den Schlaf ver-darb und die Kräftigung aufhob, die ihnen das Morgen-mahl hätte zuführen sollen. Ein Dorn saß ihnen im Fleisch,jedem einzelnen, der nicht herauszuziehen war, der schwärte,quälte und zehrte. Sie fühlten sich schlaff, und den meistenvon ihnen schmerzte der Kopf. Wenn sie die Fäuste zu ballenversuchten, so ging's nicht. Wenn diejenigen, die einst dasrächende Blutbad zu Schekem angerichtet um Dina's willen,sich prüften, ob sie jetzt noch, heute und hier, die Männerseien zu solcher Tat, so fanden sie: nein, sie seien die Männer