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des Perioden/ wo die Stimme nur einen Augenblick inne halt,geschehen, und der Redner gewinnt dadurch den Vortheil, daßer immer mit hinreichendem Athem versehen ist, um selbst dielängsten Perioden ohne alle unschickliche Unterbrechung vorzu-tragen. Uberdieß muß der Ton der wirklichen Unterredung dieGrundlage der öffentlichen Aussprache seyn; doch ist beygewissen feyerlichen Gelegenheiten in öffentlichen Vorträgendie Aussprache etwas über den Ton der gewöhnlichen Rede zuerheben."
Nicht minder wichtig sind die Bemerkungen, welche Pölitzüber die Declamation mittheilt:
„Der Wohlklang" sagt er „ist an zwey Bedingungen ge-bunden : an den Klang und an denNumer u s.
Der Klang beruht theils auf den einzelnen Sylben undWörtern, rheils auf ihrer Stellung in dem rhetorischenGanzen. Ob nun gleich der Stylist, und folglich auch der Red-ner, nicht im Stande ist, die Wörter selbst, welche einmahl inder Sprache vorhanden sind, zu verändern, so steht ihm dochnicht selten die Wahl der Wörter frey. Hier soll er nun das-jenige Wort wählen, das an sich schon wohlklingend ist, unddie Eigenschaft des Wohlklangs auch nicht in seiner Verbindungmit andern Wörtern verliert. Hauptsächlich muß er darauf se-hen, daß der declamatorische Accent (der zur Bezeichnung desHauptwortes in einem Satze dient) nicht auf Wörter zu stehenkomme, welchen der Wohlklang fehlt. Dieß ist aber bey Wör-tern der Fall, die von harter und schwerer Aussprache sind.
Die Härte ist also das erste, was gegen den Wohlklangstreitet. Sie rührt, in so fern sie die einzelnen Töne betrifft,gewöhnlich von der Häufung der Consonanten in den Wörternher, besonders derer, welche schwer auszusprechcn sind. Da nundie Melodie der Aussprache von der Menge der Vocale ab-hängig ist, so muß bey dem Wohlklange hauptsächlich darauf ge-sehen werden, daß die Vocale und Consonanten in den gewähl-ten Wörtern in einem richtigen Verhältnisse stehen. Es dürfenalso, wo möglich, die Consonanten überhaupt nicht ge-