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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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Lehre vom rednerischen Ausdruck.

§. i.

Der Satz und dessen Theile.

^ie kleinsten Theile der Rede sind Sätze. Mehrere ver-bundene Wörter bilden den Satz. Jeder Satz besteht ge-wöhnlich aus drey Theilen; diese sind:

1. Das Subj e ct, die Person oder Sache, von wel-cher etwas gesagt wird.

2 . Das Prädicat, nähmlich dasjenige, was von derSache oder Person behauptet wird.

3. Die Copula, das Verbindungswort beyder Aus-drücke.

Deyspiel:

Die Erde ist ein Planet.

SM. Cop. Präi>.

Anmerkungen.

a) In der Sprachlehre ist Copula ein Bindewort, z. B.und; in der Logik aber, wie hier oben, dasjenige Wort, wel-ches Subject und Prädicat verbindet. Die Copula imSinn der Sprachlehre kann also eben so wohl zw ey Prädicatemit einander verbinden. Z. B. Sokrates und Cato waren bey-de weise und gerechte Männer. Beyde und sind hier Copuläim grammatischen Sinn.

k>) Oft liegt die Copula, manchmahl auch das Subject,im Zeitwort verborgen, und wird nicht ausdrücklich gesetzt;z. B. Kommt! Gehorchet! Hierin liegt das Subject: ihroder Menschen, und die Copula: und oder um zu, inden zwey Zeitwörtern verborgen.

c) Jeder Theil des Satzes kann auch mehrere Worte ent-