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Von den Sprach-Figuren.
§. i.
Figürlicher Ausdruck.
^lle Sprechen sind in ihrem Anfänge bildlich. Sie ha»ben zuerst größten Theils nur Wörter zur Bezeichnung sinn-licher Gegenstände, welche sodann auf übersinnliche Begriffeübertragen werden. Unsere abstraeten Ausdrücke sind daherursprünglich sinnliche; z. B. die Wörter: begreifen, einse-hen, Vorstellung, Hang, Neigung u. s. w.
Man unterscheidet deßhalb eigentliche Bedeutungenvon den un eigentlichen.
Eigentliche Bedeutungen sind diejenigen, welchedie auszudrückende Sache oder den darzustellenden Begriff selbstunmittelbar bezeichnen ; uneigentliche aber sind diejenigen,welche den auszudrückenden Gegenstand erst mittelbar, nähmlichdurch ein Bild, welches denselben erklärt und mahlt, bezeich-nen. Man nennt diese letzter» auch die figürliche Bedeutungoder den figürlichen Ausdruck.
Man muß sich also die »»eigentlichen Bedeutungen undAusdrücke erst durch eigentliche erklären, indem die figürlicheSprache überhaupt eine gewisse Abweichung von der gewöhnli-chen und einfachen Art des Ausdrucks voraussetzt. So nenntman z. B. einen Menschen, welcher so allgemein und wohlthä-tig Gerechtigkeit übt, wie die Sonne ihr Licht spendet, eineSonne der Gerechtigkeit. Eben so sagt man auch: einStrom von Empfindungen, der Abend oder derFrüh lingdes Lebens, das grausame Meer u. s. w.