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Redner von 'großem Nutzen seyn werden. Zuerst sprecheHugo Blair.
„Der Hauptpunct, worauf der Redner beym öffentlichenVorträge sein Augenmerk zu richten hat, ist: erstlich, so zusprechen, daß er von allen, die ihn hören, leicht und vollkommenverstanden wird; zweytens, mit Anmuth und Nachdruck zusprechen, um die Zuhörer einzunehmen, und auf ihre Empfin-dung zu wirken. Um leicht und vollkommen verstanden zu wer-den , kommt es auf folgende vier Stücke an: einen gehörigenGrad von Vernshmlichkeit der Stimme, Deutlichkeit, Lang-samkeit und Reinheit der Aussprache.
Vernshmlichkeit der Stimme:
Der Redner muß sich bemühen, den Raum, in welchemsich die Versammlung befindet, mit seiner Stimme auszufül-len. Man halt diese Kraft der Stimme gewöhnlich für einebloße Gabe der Natur. Sie ist es allerdings in beträchtlichemMaße; aber sie kann auch durch Kunst merklich ausgebildetwerden. Sehr viel kommt hierbey auf den, einer jeden Stimmeeigenthümlichen Umfang und auf ihre Biegsamkeit an. JederMensch hat drey natürliche Abstufungen seiner Stimme; erspricht in einem höhern, mittler» und tiefen Tone. Der höhereist derjenige, dessen man sich bedient, wenn man Jemandenaus der Entfernung zuruft; der tiefe gränzt nahe an dasFlistern. Der mittlere ist derjenige, dessen wir uns im ge-wöhnlichen Gespräche bedienen, und den man auch bey öffent-lichen Vortragen gewöhnlich zu gebrauchen hat. Es ist eingroßer Jrrrhum, sich einzubilden, man müsse seine Stimmein ihrer größten Höhe nehmen, um ron einer großen Ver-sammlung wohl verstanden zu werden. Man verwechselt hierbeyzwey Dinge mit einander, die ganz verschieden sind: das Lauteoder die Starke des Schalles, und den höhern oder tiefer»Ton, in dem wir sprechen. Ein Redner kann seine Stimme,starker hören lassen, ohne den Ton zu verändern. Auch ist eseine sichere Erfahrung, daß der Umfang der Stimme, inner-halb dessen wir gewöhnlich sprechen, derjenige ist, dem wir