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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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tüchtige Theoretiker, theils als Redner selbst berühmt, ihmwichtige Bemerkungen über die körperliche Beredsamkeit mit-theilen werden.

Zuerst Quintilian:

Wie am Körper selbst, so ist auch beym Geberdenspiel derKopf der vorzüglichste ^heil. Er muß gerade und in seinernatürlichen Richtung stehen. Gebückt, verräth er Niederträch-tigkeit; rückwärts geworfen, Stolz; auf eine Seite gelehnt,Trägheit; zu unbiegsam und steif, eine gewisse Störrigkeit derSeele. Außerdem muß der Kopf mit den übrigen Gebcrdenharmoniren, insbesondere mit den Händen und Schultern. DerBlick sey immer dahin gerichtet, wohin die Bewegung derHand geht, ausgenommen da, wo der Redner etwas verwer-fen, oder nicht gestatten, oder von sich entfernen will. Indiesem Fall wird durch das Abwenden des Gesichts und durchdas Abhalten mit den Händen der Widerwille ausgedrückt.Mit dem Kopfe allein Geberden machen, ist ein Fehler. Auchdas häufige Nicken läßt nicht gut; ihn gar werfen und drehen,und die Haare schütteln, ist phantastisch.

Am meisten wirkt die Miene. Sie bittet, droht, schmei-chelt; sie spricht Schmerz und Freude aus; nach ihr beurcheiltman den Redner, nach ihr richtet man den Blick, noch ehejener spricht; sie verrichtet oft den Dienst der Worte.

Im Gesichte selbst vermögen die Augen das meiste.Durch sie fließt die Seele sichtbar hervor; sie verklären sich,wenn jene Freude fühlt, sie hüllen sich in Wolken, wenn je-nes betrübt ist. Ihnen gab die Natur dieVerräther der Seele,die Thronen. Verschlossen und zugedrückt möchte sie wohl nurein ganz roher und dummer Mensch beym Reden haben.

Auch mit den Auge »braunen kann man viel sagen.Sie bilden gewisser Maßen die Augen, und gebiethen derStirne. Ein Fehler Key den Augenbraunen ist es, wenn sieentweder unbeweglich, oder zu beweglich sind. Zieht man siezusammen, so bedeutet dieß Betrübniß; aus einander, Fröh-lichkeit; herab, Schamhaftigkeit. Beym Zuwinken oder Zu-