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unter dem Gähnen der geduldigsten Zuhörer und Leser denlangsamen Tod der Auszehrung.
Der Schluß kann aber insbesondere von dreyfacher Artseyn, je nachdem seine vorzügliche Wirkung auf den Ver-stand, auf das Gefühl, oder auf die Einbildungskraft berech-net ist.
Soll der Schluß vorzüglich auf den Verstand wirken,so gebe er eine gedrängte und deutliche Zusammenstellung derin dem ganzen Werke vorkommenden Wahrheiten, Thatsachenund Beweisgründe, um die Belehrung und Überzeugung in ihrhöchstes Licht zu setzen.
Zielt ein Schluß vorzüglich auf das Gefühl, so beschäf-tige er sich mit Erregung edler Gesinnungen und Entschlüsse,erschüttere das Herz des Frevlers, gebe Ermahnung, Trost,Beruhigung, erwecke schöne Hoffnungen, zeige die Schreckenoder Freuden der Zukunft u. s. w.
Der insbesondere auf die Einbildungskraft berechnete Epi-log suche diese durch gehäufte, lebendige, ergreifende Bilderzu entzünden, und strebe den Zuhörer meistens durch Coloritund angenehme Form zu gewinnen, oft auch den Ermüdetenfür die vorhergegangene Anstrengung der Denkkraft durch dasVergnügen über die schöne Darstellung zu entschädigen.
§. 5 .
Analytische und synthetische Anordnungs-weise.
Diese zwey Arten der Anordnung sind einander geradezuentgegen gesetzt.
Von dem Wesen und von dem vortheilhaftesten Gebrauchebeyder gibt unter allen neuern Rhetorikern Sulzer die be-stimmteste und faßlichste Erklärung: „Die synthetische Anord-nung," sagt er, „setzet gleich im Anfänge der Abhandlung, oderin dem Vortrage, die Hauptvorstellung, worauf der ganze