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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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279
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§. i3.

Von den Sätzen.

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Die Erfindungskraft kann sich in Erweiterung der Sätzezeigen. Dieß geschieht dann durch Zusätze, und zwar ent-weder durch Verbal-Zusätze, oder durch Re al-Z usätz e.

Verbal-Zusätze werden gebildet:

r>) Durch Beywörter, welche jedoch, da sie die wahr-haften und unterscheidenden Eigenschaften und Merkmahle einerSache ausdrücken sollen, sehr charakteristisch und individuellnicht zu allgemein und leer, zweckmäßig gewählt und nicht zuhäufig angebracht seyn muffen;

t>) durch Synonyme; da diese aber denselben Haupt-begriff, modificirt durch die Verschiedenheit der Neben-Jdeen,ausdrücken, die oft mit den feinsten Schaltirungen erscheinen:so sehe man hier sorgfältig darauf, ob nicht irgend eine solcheNeben-Jdee auf etwas hinführe oder Hindeuce, was der Haupt-Idee in dieser Verbindung und für den gegenwärtigen Zweckder Rede mehr oder weniger ungünstig seyn konnte.

Real-Zusätze werden gebildet:

u) Durch Erklärungen, welche aber weder zu gedehnt,noch zu eng seyn, und die vorzüglichsten, eigenthümlichsten undunterscheidendsten Merkmahle angeben müssen;

b) durch Beschreibungen, wobey eine ähnliche Vor-sicht zu beobachten ist;

c) durch Beweise, welche die zureichenden Gründe ent-halten ;

ck) durch Zergliederungen des ganzen Satzes, oderder vorzüglichsten Theile desselben.

Um die Erfindung wenigstens in so fern zu befördern, alsder Redner dadurch in den Stand gesetzt wird, seinen Gegen-stand ausführlicher und mannigfaltiger zu behandeln, empfehlenuns die Rhetoriker auch folgende kleinere Hülfsmittel, welchesich auf Sprachwendungen beziehen: