§. i3.
Von den Sätzen.
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Die Erfindungskraft kann sich in Erweiterung der Sätzezeigen. Dieß geschieht dann durch Zusätze, und zwar ent-weder durch Verbal-Zusätze, oder durch Re al-Z usätz e.
Verbal-Zusätze werden gebildet:
r>) Durch Beywörter, welche jedoch, da sie die wahr-haften und unterscheidenden Eigenschaften und Merkmahle einerSache ausdrücken sollen, sehr charakteristisch und individuell —nicht zu allgemein und leer, zweckmäßig gewählt und nicht zuhäufig angebracht seyn muffen;
t>) durch Synonyme; da diese aber denselben Haupt-begriff, modificirt durch die Verschiedenheit der Neben-Jdeen,ausdrücken, die oft mit den feinsten Schaltirungen erscheinen:so sehe man hier sorgfältig darauf, ob nicht irgend eine solcheNeben-Jdee auf etwas hinführe oder Hindeuce, was der Haupt-Idee in dieser Verbindung und für den gegenwärtigen Zweckder Rede mehr oder weniger ungünstig seyn konnte.
Real-Zusätze werden gebildet:
u) Durch Erklärungen, welche aber weder zu gedehnt,noch zu eng seyn, und die vorzüglichsten, eigenthümlichsten undunterscheidendsten Merkmahle angeben müssen;
b) durch Beschreibungen, wobey eine ähnliche Vor-sicht zu beobachten ist;
c) durch Beweise, welche die zureichenden Gründe ent-halten ;
ck) durch Zergliederungen des ganzen Satzes, oderder vorzüglichsten Theile desselben.
Um die Erfindung wenigstens in so fern zu befördern, alsder Redner dadurch in den Stand gesetzt wird, seinen Gegen-stand ausführlicher und mannigfaltiger zu behandeln, empfehlenuns die Rhetoriker auch folgende kleinere Hülfsmittel, welchesich auf Sprachwendungen beziehen: