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tel zu finden/ wodurch sie befriediget wird. Der Geizige findetüberall Gelegenheit zu erwerbe«/ auch da/ wo kein Anderersie würde vermurhet haben. Die Vorstellung des Reichthums/als des höchsten Guts/ liegt beständig mit Klarheit in seinerSeele; alleS/ was damit verbunden ist/ liegt gleichsam in derNahe. Dieser Mensch sieht nichts als in Beziehung auf seineherrschende Neigung; jetzt kommt ihm von ungefähr etwas vor,das jeder Andere übersieht, er aber bemerkt schnell die Verbin-dung desselben mit seinem Hauptgedanken, erkennt, daß esein Mittel seyn kann, etwas zu erwerben, und braucht es.Auf eben diese Weise kommt auch der Künstler auf Erfindun-gen, sobald die Vorstellung des Werkes, das er zu machenhat, herrschend geworden ist." —
6. Auf jeden Fall aber beobachte der Redner beh seinerErfindung die Regel, die man jedem Künstler überhaupt gibt:er sey nicht zu ängstlich, und wolle sich nicht zwingen. Man-ches, dessen Hervorbringung auch dem mühsamsten Strebenmißlingt und alles Zwanges spottet, kommt zur bessern Stunde»»gerufen, oder tritt wenigsteus viel leichter an's Licht,
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Gegenstände und Formen der Erfindung,
Die Gegenstände, welche der rednerischen ErfindungskraftSpielraum geben und die Formen ihres Erscheinens veranlassenund bestimmen, sind:
i, Sätze. 2. Schlüsse. 3 . Beweise. 4 - Erklärungen.5 . Gemeinplätze (Iov> comunes). 6. Beschreibungen und Er-zählungen. 7. Vergleichungen, kl. Gegensätze. 9. Beyspiele.10. Figuren und Tropen überhaupt, n. Nebenumstande, Ur-sachen und Wirkungen. r2. Affecte und Leidenschaften.
Wir betrachten nun diese Gegenstände, in so fern sienicht schon in dem vorhergehenden Theile dieses Werkes behan-delt worden sind.