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ohne die Zahl der Meilen zu bedenken, daS Bild eines unge-heuren Waldes oder einer unübersehbaren Meeresfläche vor derSeele erblickt.
Diese ästhetische Größe wird wieder in die mathema-tisch e, und in die d y n a in isch e eingekheilt. Die m a the-matische ist die extensive, in Zeit und Raum ausgedehnteGröße; z. B. der nächtliche Himmel mit seinen zahllosen Ge-stirnen; eine Reihe von Jahrhunderten^ Die dynamischeGröße ist die intensive, oder bloß durch Grade bestimmbareGröße geistiger oder physisch-körperlicher Kraft der Vollkom-menheit, Würde und Wichtigkeit.
Man theilt alle dynamische Größe in drey Claffen:a) -physisch-dynamische,t>) intellectuell-dynamische,c) moralisch-dynamische Größe.
Physisch-dynamisch nennt man alle sinnlichen Ge-genstände, die durch starke Eindrücke aus die Einbildungskraftoder auf die zwey edlern Sinne, Gesicht und Gehör, die Vor-stellung einer außerordentlichen physischen Kraft erzeugen;z. B. ein Erdbeben; der Kampf zwischen einem Löwen und ei-nem Tieger; die Wuth des rasenden Roland, wie Ariost sie im«3. Gesang seines romantischen Heldengedichrs schildert; dieägyptischen Pyramiden, als Werke ungeheurer Kraftanstren-gung ; eine Schlacht u. s. w.
Jntelleetuelk-dyna misch-groß nennt man allesinnlich-wahrnehmbaren Wirkungen und Erscheinungen, welchedurch hohe intellectuelle Vollkommenheiten hervorgebracht wer-den ; z. B. außerordentlich starke Denkkraft.
Moralisch-dynamisch-groß heißt alles Sittlich-Gute, welches durch den Sieg der vernünftigen Willensfreyheitim Kampfe mit der sinnlichen Natur hervorgebracht wird. Hie-her gehören z. B. alle Tugenden der Selbstherrschaft, der höch-sten Gerechtigkeit, der aufopfernden Liebe u. s. w. Auch dasSittlich-Böse kann groß und erhaben werden ; es ist dann abernicht das Laster sebst, welches diese Größe und ErhabenheitP hilosoph. Abtheil. V. Band. R