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bewirkt, sondern die damit verbundene Kraft, welche, jederMacht trotzend, Ungeheures vollbringt und furchtbar wird. DasSitilich-Böse ist also nicht m o r a l i s ch - dynamisch, sondernphysich-dynamisch groß und erhaben.
Aus dem Gro ß e n entsteht das Erhaben e. Das Ma-thematisch - G r v ß e wird mathematisch-erhaben, sobald es sounermeßlich wird, daß es die menschliche Fassungskraft über-steigt, und sich nicht mehr als ein Ganzes überschauen läßt. Sowie aber das Mathematisch-Erhabene sich auf Unbegranztheir inAusdehnung und Dauer gründet, so fordert das Dynamisch-Er-habene Unendlichkeit der Vervollkommnung.
Man sieht hieraus, daß mehrere Arten des Großen undErhabenen nicht nur mit einander vereinigt seyn können, son-dern daß sie sich sogar wechselweise unterstützen und die Wir-kung auf Phantasie und Gemülh verstärken. Man kann gegendas wahre Große und Erhabene auf zweyerley Weise ver-stoßen :
a) Wenn man es auf unschickliche Art gebraucht, das ist,wenn mau Gegenstände als groß und erhaben darstellen will,welche es nicht sind und daher dieser Darstellung, als ihrer un-fähig, widersprechen. Man nennt dieses Schwulst, Bom-bast, Phobus; es geht oft bis zum erhabenen Unsinn;Gali mathias;
k>) wenn man es am unschicklichen Orte gebraucht; wodann selbst das echte Große und Erhabene keine Wirkung her-vorbringt.
Dem Großen und Erhabenen entgegen steht dasPlatte und Niedrige. Mit dem Großen und Erha-benen nahe verwandt ist das F e y e r li ch e, Prächtige,Ehrf u rchr - und B e w un d e r ung - e rw e ck e n d e und derhohe Ernst; wovon der Redner häufigen Gebrauch macht.Bey den Dichtern ist dasErhabene oft mit dem Wunder-baren innig verbunden. Dem echt Feyerlichen und Präch-tigen steht armselige Gravität und Wichkigthun imUnbedeutenden gegenüber.