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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Schriftstellern sehr oft. So würde man z. B. ein Werk vonJean Paul, Johannes Müller, Kosegarten, Matthifsvn,Klinger u. s. f. gewiß nach der ersten Seite schon erkennen,auch wenn ihre Nahmen nicht auf dem Titelblatts ständen.

Am fehlerhaftesten wird aber die Manier, wenn sieins Kleinliche verfällt, oder nicht einmahl originell, sondernerborgt, nur Copie einer fremden Manier ist. Der Schrift-steller muß also, um allem gerechten Tadel zu entgehen, dieForm der Darstellung jedes Mahl dem Charakter des Stoffs an-passen und so vielgestaltig seyn, als ein Schauspieler, der heuteHeld, morgen friedlicher Bürger ist.

tz. 23.

Vom Großen, Feyerlichenund Erhabenen*).

Es kommen hier noch einige stylistische Formen zu behan-deln, welche aus dem Charakter des Stoffes hervorgehen, unddaher mit ihm in Eines verschmelzen. Wir sprechen zuerst vomGroßen, Erhabenen und Wunderbaren.

Groß wird ein Gegenstand entweder durch die Mengeseiner Theile und durch seine weite Ausdehnung, oder einen Hä-hern Grad von Kraft, Wichtigkeit und Würde. Das Großeist die Grundlage des E r h a b e n e n, zu dem es Lurch Steige-rung erhoben wird. Die Vorstellung einer ins Unendlicheerweiterten Große erregt das Gefühl des Erhabenen.

Man unterscheidet aber zwey Arten der Große:

Die logische Große eines Gegenstandes, welche mitdem Verstände vorgestellt und durch Begriffe gedacht wird;z. B. die außerordentliche Meilenzahl einer Fläche;

die ästhetische, welche man sich durch lebhafte An-schauung in der Einbildungskraft verstellt; z. B. wenn man,

*) Die ausführliche Theorie des Großen, Erhabenen, Wunder-baren, Sentimentalen, Naiven, Komischen u. s. w. ist dasWerk der Ästhetik; hier stehen nur die Grundzüge derselben,in so fern der Redner sie eben sowohl kennen muß als derDichter. ,