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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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») durch die individuellen Charaktere und Talente derSchriftsteller;

k) durch die Beschaffenheit des zu behandelnden Ge-genstandes ;

c) durch den besondern Zweck, dessen Erreichung ein Werkdurch stylistische Darstellung befördern will.

In der erster» Hinsicht eignet sich der Schriftsteller selbstdurch seine natürlichen Anlagen und durch die Grade der erhal-tenen Bildung zu einer der drey Schreibarten.

Die Beschaffenheit des Stoffes zeigt, ob der Stylistiker,welcher denselben darzustellen unternimmt, aus Verstand, Ge-müth oder Phantasie vorzüglich zu wirken trachten müsse, folg-lich welche stylistische Form er nach dieser Maßgabe als die ei-genthümlichste und wirksamste zu wählen habe.

Die besondere Absicht, welche ein Werk erreichen will, be-stimmt die Classe der Leser, auf die es berechnet seyn muß, undhiernach die ihrer Fassungskraft entsprechende Form. So ver-tragen Volks- und Erziehungsschristen nur die niedere Schreib-art; der didaktische Skyl die niedere und die mittlere. Derrednerische, der historische und der Briefstyl gestatten die An-wendung aller drey Schreibarten, welche daher manchmahl ineinem und demselben Werke sogar wechseln können. Als elasti-sche Muster in den drey stylistischen Formen, können zur Übungempfohlen werden:

Im nieder» Styl:

Garve, Campe, Geliert, Wieland, Knigge, Meiste, Ra-bener, Spalding, Claudius, Lichtenberg u. s. w.

Im mittler« Styl:

Garve, Wieland, Hufeland, Förster, Herder, Mendels-sohn, Kant, Jacobi, Engel, Leffing, Heydenreich, Pölitz, Plat-ner, Heeren, Eichhorn, die Predigten von Reinhard, Zollikofer,Jerusalem u. s. w.

Im höhern Styl:

Schiller, Joh. Müller, Weltmann, Abbt, Lavater, JeanPaul u. s. s.