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auf den historischen Styl, auf de» Roman und die Erzählung,auf den Vortrag des Redners und des Moralisten und auf densentimentalen Brief; denn sie belebt durch ihre Bilder denAusdruck, macht ihn blühend und lebendig, und überdeckc, sozu sagen, den trockensten Boden mit einem Blumenteppich. Siegibt also der Rede Reiz und Interesse. Nur der Geschäftsstyl,so wie der abstract-didaktische und der tabellarische, können undmüssen ihrer Verschönerungsmittel entbehren.
§. 8 .
Verstand.
Der Verstand, als die Kraft, äußere Eindrücke zu Begrif-fen zu erheben, und diese zu ordnen, indem sie entweder miteinander verbunden oder von einander abgesondert werden, —muß bcy den meisten Gattungen des prosaischen Styls das vor-herrschende Seelenvermögen seyn, oder wenigstens den entschie-densten Einfluß darauf nehmen; indem ohne dasselbe weder Be-stimmtheit noch Klarheit und Ordnung bestehen können. Daßder didaktische und der Geschäftsstyl auf Verstand den vorzüg-lichsten Anspruch machen, ergibt sich von selbst. Es mag aber inAufsätzen Phantasie, Empfindung und Witz noch so sehr dieObergewalt ausüben, so muß der Verstand doch immer das Lichtund die Seele des Ganzen bleiben, welches selbst der unbedeu-tendste Brief nicht entbehren kann.
§- 9 -
U r t h e i l s k r a f t.
Die Urteilskraft vergleicht Begriffe mit einander, prüftsie nach dem Maßstabe des Zweckes, dem sie entsprechen sollen,und überzeugt sich dadurch von ihren Verhältnissen und von ih-rer Zweckmäßigkeit. Um ihren Einfluß auf den Styl vollkom-men zu begreifen, muß man sie in ihrer dreyfachen Gestalt ken-nen lernen; denn sie bildet den W a h r h e its si n n, wenn sie,in Gemeinschaft mit dem Verstände, das Verhältniß der Begriffe