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a) das Gedächtnis;,
b) die Phantasie,
c) der Verstand,
ck) die Urcheilskrast,e) die Vernunft,l) Scharfsinn und Witz,g) das Gefühlsvermögen,ii) das Degehrungsvermögen.
§. 6 .
G e d ä ch t n i ß.
Das Gedächtniß bewahrt uns einen Schatz von gehabtenEindrücken, erfahrnen Thatsachen, erhaltenen Bildern und Be-griffen. Es ist also für den historischen Schriftsteller in hoherVollkommenheit nothwendig ; bey Combinationen und Paralle-len hat eS den bedeutendsten Einfluß. Auch der Geschäftsstylbedarf dessen, sobald er es mit Thatsachen zu thun hat, und ingeschichtliche Darstellung übergeht oder Beweise aufführt. Ma-thematik und speculative Philosophie unterliegen dem Einfluffedes Gedächtnisses destoweniger, je mehr sie Sache des Verstan-des sind und sich mit abstracten Begriffen beschäftigen. Der Hi-storiker aber wird bey Mangel oder Schwäche des Gedächtnissesin Flachheit und Jnckhümer verfallen. Auch gerathen Schrift-steller dadurch in die höchst unangenehme Lage, sich häufigeWiederhohlungen zu erlauben, oder fremde Gedanken als ihrEigenthum zu geben.
§. 7 -
Phantasie.
Der Unterschied zwischen reproductiver und productiverPhantasie ist bereits bey Gelegenheit der Eintheilung der Fi-guren erklärt worden. Obschon die letztere das eigentliche Dich-tungsvermögen ist, so muß sie dennoch auch auf mehrere Arte»prosaischer Darstellung beträchtlichen Einfluß haben, nähmlich