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oder verschönernde; z. B.: die duftende Flur; ders ch i in m ernde Thau.
Zn Hinsicht der verschönernden Beyworter ist Folgendes zubeachten:
1. Sic dürfen nie müßig und überflüssig dastehen; z. B.:der r unde Kreis ;
2. sie müssen nicht zu unbestimmt seyn; z. B.: dasschöne Haus;
3. nicht dem Hauptbegriff widersprechend; z. B.: diekalte Gluth des in der Abendsonne brennenden Eises;
4. nicht unedel oder Ekel erweckend;
5. nicht verbrauche und abgenützt, z. B.: der holde Früh-ling , der süße Duft;
6. nicht zu gehäuft, so daß die Substantive wie auf Krü-cken gehen. Die Beyworter, sagt Quintilian, sind allerdingseine Zierde der Rede, welche ohne sie gleichsam matt erscheinenwürde; indeß muß man auch nicht damit überladen, sonst glei-chen sie einem Heere, welches eben so viel Troß als Mannschafthat; es findet sich da wohl doppelte Menge, aber nicht doppelteGewalt. Die am meisten verschönernden Beyworter sind diemetaphorischen; z. B.: „die zügellose Begierde."
Katachrese, eine Art von Metapher, welche sich durchdie besondere Kühnheit unterscheidet, mit der sie die Größe ei-nes Gegenstandes durch eine etwas entfernte Ähnlichkeit aus-drückt; z. B.: Er war ganz Auge.
Mythologie. Sie gehört zum figürlichen Ausdrucke,sobald man sich ihrer im allegorischen Sinn oder zu Anspie-lungen bedient. So setzt man die Nahmen der Gottheitenstatt der Dinge, die ihrem Schutze anvertraut sind, z. B.:Mars statt des Krieges, Merkur statt des Handels. Ein Bey-spiel mythologischer Andeutung gibt uns Herder: „Wählet ersich ein Irrlicht zum Ziele, oder will er mit Ikarus Flügel zurSonne hinauf, so wird er Morast und Meer mit seinem Nah-men bezeichnen." —
Occupatio. Man macht sich selbst einen Einwurf,