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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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Alliteration. Unmittelbare Aufeinanderfolge vonWörtern mit gleiche» Consonanten in den Anfangssyl-ben, um durch die Ähnlichkeit der ersten Anklänge die Auf-merksamkeit auf gewisse damit verbundene Vorstellungen undBegriffe zu erhöhen. Z. B.:

W onne weht von Thal und Hügel,

Weht von Flur und Wiesen plan.

Weht vom glatten Wasserspiegel;

Wonne weht mit weichem Flügel

Des Piloten Wange an." Bürger.

Diese Figur verräth Spuren pedantischer Geschmacklosig-keit/ wie es sich bey mehreren der hier folgenden zeigen wird;man muß sie aber wenigstens doch kenne»/ um sich vor ihnenzu hüten.

Allusion, Anspielung. Hindeutung auf schon b e-kannte Bilderund Ideen/ um den gegenwärtigen dadurchmehr Deutlichkeit und Kraft zu geben.

Die Anspielung geschieht mit einzelnen Worten, auf ge-schichtliche Begebenheiten und Charaktere, scientisische Gegen-stände, Bücherstellen u. s. w. Z. B.:Er ist noch nicht überden Rubikon gegangen." Das ist: Er hat noch keinen entschei-denden Schritt gethan.

Anagramm. Versetzung der Buchstaben eines Wortes,eines kurzen Satzes oder einer Zahl, so daß dadurch ein ande-res Wort und ein anderer Sinn heraus kommt; z. B. stattLeben Nebel; statt Thon Noth.

Anomination. Der Gebrauch solcher Wörter, wel-che gleichen Klang haben und von derselben Abstammung sind.Man bedient sich dieser grammatischen Figur, um den Hauptbe-griff zu verstärken, und die Aufmerksamkeit vorzüglich auf ihnhinzusühren. Z. B.:

Sein Ernst ward ernster,

Die Stille stiller." 7