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Man har daher bei) ihrem Gebrauche folgende Regeln zubeobachten:
1. Die umschreibenden Ncben-Jdeen müssen in denZusam-menhaug des Ganzen genau Hineinpassen.
2 . Man erkünstle 'die Umschreibungen nicht / und hüte sichinsbesondere, sie als geschmacklose Zierrathen zu gebrauchen,oder als falsche Erhabenheit, die ins Lächerliche fällt.
3. Man mache den Hauptbegriff nicht undeutlich durch dieNeben-Jdeen, in welche man ihn einhüllt.
4. Man hüte sich daher vor überflüssigem Wortschwallund vor weitschweifiger Gedehntheit.
Der schickliche Gebrauch der Umschreibungen kann zur Dar-stellung der Große und Schönheit der Gedanken allerdings vielbeytragen. Longin sagt: So wie in der Musik der Haupttondurch die Verbindung mit seinen Nebentönen lieblicher und har-monischer wird: so kann auch die Umschreibung der Hauptge-danken lieblicher und gefälliger machen, wenn sie anders nichtzu schreyend und unharmonisch, sondern gefällig und angenehmeingeflochten worden ist. Das trockene Wort wird durch dieUmschreibung zu einer Art von Harmonie erweitert. Ein,Bey-spiel davon gibt Plato's Epitaph: „Die da liegen, haben nunvon uns, was ihnen gebührt, und womit sie wandern könnendie Wege des Schicksals, hingeführt zusammen vom Staat,und einzeln von ihren Lieben." — Der Tod heißt hier dasWandern der Wege des Schicksals, und die feyer-liche Bestattung der Leichen ihre Hinsührung vom Staat undvon den Ihrigen.
Paraphrase nennt man die erklärende Umschreibungirgend einer Stelle, eines Spruchs rc.
§. 2l.
Figuren von minderem Range.
Es sind noch mehrere Figuren von minderem Range (dieganz unbedeutenden gar nicht mit eingerechnet) zu erklären.Sie folgen hier in alphabetischer Ordnung: