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keit, und entkräftet ihn gerade durch dieses Geständniß. Vondieser Art sind die zwey folgenden Stellen aus Cicero's achterphilippischen Rede, und aus der Rede für die Sylla:
„Man muß dem Staatskörper, um das Ganze zu erhal-ten , Len Theil, der mit einem um sich fressenden Krebsschadenbehaftet ist, ganz trennen. Ein harter Ausspruch! Aberviel harter ist dieser: Man erhalte die Nichcswürdigen, dieBösewichte, die Gottlosen, und vertilge dadurch die unschuldi-gen, die guten und rechtschaffenen Bürger, den ganzen Staat." —Das Geständniß liegt hier in den Worten: ein harterAusspruch! — In der zweyten Stelle begegnet Cicero demVorwurf seines Gegners, welcher ihn herrschsüchrig-und einemFremdling nannte, und ihm aus böser Absicht den in Romverhaßten Nahmen eines Königs gab. Cicero gibt es zu, er-klärt aber, was unter den Worten König und Königlichzu verstehen sey:
„Künftighin wirst du mich also weder einen Fremdling nocheinen König nennen: es sey denn, daß dir dieses königlichscheine, wenn man nicht nur keinen Menschen, sondern auch sogarkeine Begierde über sich will herrschen lassen; wenn man überalle Lüste erhaben ist, und weder Geld noch Güter, noch andereDinge dieser Art vermißt; wenn man im Senat seine Meinungfrey sagt, den Nutzen des ganzen Volkes seinen Neigungen vor-zieht, keinem Menschen aus Schwachheit nachgibt, und sich sehrvielen widersetzt. Wenn du das für königlich hältst, dannwill ich es zugeben, daß ich ein König sey/' —
Dieser Figur kann der Redner bey Beweisen und Wider-legungen sich mit großem Vortheil bedienen. Am wirksamstenwird sie aber, wenn man mit dem Eingeständniß zugleich denSpott des Gegners zu verbinden weiß. So sagt Cicero : „Wirsind nur wenig und einer Kleinigkeit wegen aus einander. 'Ichnahmlich bin Diesem gewogen, du Jenem; und zwar: ich demBrutus, du dem Antonius." —
Man kennt aus der Geschichte den großen Unterschied derCharaktere dieser beyden Männer.
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