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»Sey mir gegrüßt! ich sehe dich wieder, die du michgebärest,
Erde, mein mütterlich Land, die du mich im kühlenden
Schovße
Einst zu den Schlafenden Gottes begräbst» und meine Ge-beine
Sanft bedeckst!" —
Rührend ist die Apostrophe gebraucht in dem Abschiede,welchen Schillers Johanna d'Aro von ihrer Heimath nimmt:
»Lebt wohl, ihr Berge, ihr geliebten Tristen !
Ihr traulich-stillen Thäler, lebet wohl!
Johanna wird nun nicht mehr auf euch wandeln,
Johanna sagt euch ewig Lebewohl!
Ihr Wiesen, die ich wässerte, ihr Bäume,
Die ich gepflanzet, grünet fröhlich fort!
Lebt wohl, ihr Grotten und ihr kühlen Brunnen,
Du, Echo, holde Stimme dieses Thals,
Die oft mir Antwort gab auf meine Lieder —
Johanna geht, und nimmer kehrt sie wieder!" —
Eben so wendet sich Schillers Maria Stuart an die Wol-ken, da sie, nach langer Gefangenschaft, endlich einmahl wie-der ins Freye kommt:
»Eilende Wolken! Segler der Lüfte!
Wer mit euch wanderte, mit euch schiffte!
Grüßet mir freudig mein Jugendland!
Ich bin gefangen, ich bin in Banden,
Ach! ich Hab' keinen andern Gesandten!
Frey in Lüften ist eure Bahn,
Ihr seyd nicht dieser Königinn unterthan!" —
Diese Beyspiele zeigen hinlänglich, daß diese Figur,gut und zweckmäßig gebraucht, stets eine große, oft die er-greifendste Wirkung auf das mächtig-bewegte Gemüth des Le-sers Hervorbringen müsse.