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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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mißhandeln dürfen; du allein hast es vermocht/ die Gesetzeund gerichtlichen Untersuchungen nicht nur zu verachten/ son-dern sogar zu durchbrechen und aller Kraft zu berauben. Deinevorigen Frevel, so unerträglich sie auch waren, habe ich den-noch , so gut ich gekonnt, ertragen. Daß ich aber jetzt bloß umdeinetwillen in beständiger Furcht schwebe, daß ich bey jedemGeräusch vor Catilina erzittern muß, daß kein Anschlag,wie es scheint, gegen mich gefaßt werden kann, der deinerRuchlosigkeit zu verabscheuungswürdig wäre, das ist nichtzu ertragen. Entferne dich demnach, und befreye mich von die-ser Furcht, damit ich, wenn sie gegründet ist, nicht unter-drückt werde, wenn sie ungegründet ist, einmahl zu fürchtenaufhöre!"

Rührend-schön ist Ofsians Apostrophe an denAbendster»:

Stern der sinkenden Nacht,

Schön ist dein Licht in Westen!

Du hebst dein lockiges HauptEmpor von deiner Wolke

Deine Schritte sind edel auf deinem Hügel.

Was siehst du auf der Flur?

Die stürmischen Winde sind still;

Gemurmel des WaldstromsKommt aus der Ferne;

Brausende Wogen schlagenAn entfernte Felsen.

Die Fliegen des AbendsAuf wankenden SchwingenDurchsummen die Flur

Was siehst du, schönes Licht??

Doch du lächelstund fliehst!

Die Wogen taumeln mit Freude um dich,

Und baden dein liebliches Haar.

Fahre wohl, du schweigender Strahl!

Laß aufgeh'n in Ossians SeeleDas Licht!"

Klopstock apostrophirt im 3. Gesang derMefsiade die Erde: