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In Hinsicht des formellen Theils dieser Figur bemerkeQuintilian, daß die Vergleichung manchmahl ganz frey undabgesondert, manchmahl aber auch mit der Sache, derenBild sie ist, so innig verbunden sey, daß beyde in der Zusam-menstellung harmonisch in einander verschmelzen. Der römischeKunstrichter rühmt die letztere Art als die beste, weil sie wech-selseitige Mittheilung der Ähnlichkeit unter beyde Vergleichungs-glieder bewirkt, und dadurch die Anschauung beyder Gegen-stände noch mehr versinnlicht. Z. D.:
„Wie Stürme oft durch ein untrüglich gewisses Zeichenam Himmel erregt werden, oft unvermuthet, ohne gewissenGrund aus unbekannter Ursache einbrechen: so wird man beydiesem allgemeinen Sturme des Volks in den Comitien oftwohl einsehen, durch was für ein Zeichen er erregt wurde,oft aber wird der Grund davon so unbekannt seyn, daß manglauben sollte, er sey durch einen Zufall ausgebrochen." —
Cicero.
„Wie ein gefärbtes Glas, wodurch die Sonne strahlt.Des Auges Urtheil täuscht, und sich in allem mahlt:
So thut das Vorurtheil: es mahlt uns alle Sachen,
Nicht wie sie selber sind, nur so, wie wir sie machen."
Haller.
In der Vergleichung der ersten Art, nähmlich in der ganzfreyen und abgesonderten, geht entweder das Verglichene vor-aus und der Hauptsatz folgt, oder Aieser geht vor und dasVerglichene folgt. Z. B.:
„Nur in bestimmter Höhe ziehetDas Verbrechen hin und das Ungemach,
Wie die Pest die erhabnen Orte fliehet;
Dem Qualm der Städte wälzt es sich nach."
Schiller.
„In dem regen Leben des immer - neuen Weltschauspiels istStillestehen und Zurückbleiben einerley. Da muß das Vorbildjener Wachsamkeit und Erfindungen, wodurch Heer und Re-gierung musterhaft werden, den Geist unaufhörlich emporhal-Philosopb. Mtheil. V. Vaud. M