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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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ten, um bey jedem Aufrufe des Vergangenen würdig, undder Gegenwart gewachsen zu seyn. Das Leben eines Staa-tes ist wie ein Strom, nur in fortgehender Bewegungherrlich; wenn der Strom steht, so wird er Eis oderSumpf." _ Joh a n n v. M ü ll e r.

Da Seneca beweisen will, daß die Lectüre zu vielerBücher und Schriftsteller aller Art schädlich sey, bedient ersich folgender Vergleichungen:

Nichts hindert die Genesung so sehr, als häufige Än-derung der Arzeneyen. Die Wunde kommt nicht zum Heilen,an der man stets neue Mittel versucht. Die Pflanze gedeihtnicht, die oft versetzt wird. Viele Bücher zerstreuen denGeist."

In jedem edlen Herzen brennt ein ewiger Durst nacheinem edleren, im schonen nach einem schöneren; es will seinIdeal außer sich in körperlicher Gegenwart, mit verklärtemoder angenommenem Leibe erblicken, um es leichter zu erstre-ben, weil der hohe Mensch nur an einem hohen reift, wieman Diamanten nur an Diamanten glänzend macht."

Jean Paul Richter.

Viele Sprachen sind wie Credit-Briefe. Zeige sie vor, dubist überall willkommen."

Mit der Seltenheit ist's, wie mit dem Magnet; wasmit ihm bestrichen wird, zieht auch an. Ein Mensch, der vielSeltenheiten gesehen hat, wird auch für selten gehalten."

Hippel.

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Die Vergleichung dient entweder zum Unterricht und zurErläuterung oder zur Zierde und Schönheit des Gegenstan-des. Die erstere nennt man die logische, letztere die ästhe-tische.

Die logische Vergleichung gehört unter die redneri-schen Beweisarten, indem sie den Endzweck hat, uns von derWahrheit eines Satzes anschaulich zu überzeugen. Die ästhe-tische kann verschiedene untergeordnete Zwecke haben. Es