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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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mühseligen Lebens zu beglücken und zu vergnügen, war auchder dunkle Schlaf.Was soll ich," sprach er, da er seine Ge-stalt ansah,unter meinen glanzenden gefälligen Brüdern?welches traurige Ansehen habe ich im Chor der Scherze, derFreuden und aller Gaukeleyen des Amors? Mag es seyn, daßich den Unglücklichen erwünscht bin, denen ich die Last ihrerSorgen entnehme, und sie mit milder Vergessenheit tränke.Mag es seyn, daß ich dem Müden gefällig komme, den ich dochnur zu mühseliger neuer Arbeit stärke. Aber denen, die nie er-müden, die von keiner Sorge des Elends wissen, denen ich im-mer nur den Kreis ihrer Freuden störe?"

Du irrest," sprach der Vater der Genien und Menschen,in deiner dunkeln Gestalt wirst du aller Welt der liebste Ge-nius werden. Denn glaubst du nicht, daß auch Scherze undFreuden ermüden? Wahrlich, sie ermüden früher als Sorg'und Elend, und verwandeln sich dem satten Glücklichen in dielangweiligste Trägheit."

Aber auch du," fuhr er fort,sollst nicht ohne Vergnü-gungen seyn; ja in ihnen oft das ganze Heer deiner Brüderüberlreffen." Mit diesen Worten reichte er ihm das silber-graue Horn anmuthiger Träume.Aus ihm," sprach er,schütte deine Schlummerkörner, und die glückliche Welt so-wohl, als die unglückliche, wird dich über alle deine Brüderwünschen und lieben. Die Hoffnungen, Scherze und Freuden,die in ihm liegen, sind von deinen Schwestern, den Grazien,mit zauberischer Hand von unsern seligsten Fluren gesammelt.Der ätherische Thau, der auf ihnen glänzet, wird einen jeden,den du zu beglücken denkest, mit seinem Wunsch erquicken,und da sie die Göttin» der Liebe mit unserm unsterblichen Nec-kar besprengt hat, so wird die Kraft ihrer Wonne viel anmu-thiger und feiner den Sterblichen seyn, als alles, was ihnendie arme Wirklichkeit der Erde gewährt. Aus dem Chor derblühendsten Scherze und Freuden wird man fröhlich in deineArme eilen; Dichter werden dich besingen, und in ihren Ge-sängen dem Zauber deiner Kunst nachbuhlen; selbst das un-