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wort von seiner gewöhnlichen Bedeutung in diejenige/ welcherentweder ein eigenes Wort fehlt, oder wo das übertragene bes-ser ist, als das gewöhnliche. Aus Noth spricht der Landmannvon Augen des Weinstockes. Aus Noth sagen wir: ein har-t e r, ein rauher Mensch ; da es keine eigenen Ausdrücke für die-se Eigenschaften gibt. Entbrannt von Zorn, entflammtvon Begierde, in Jrrlhum gefallen, sagen wir, um die Be-deutung zu verstärken; da alles dieses mit den gewöhnlichenWorten nicht so stark und eigenthümlich gegeben werden konn-te, als mit diesen erborgten. Zum Schmucke aber dient Folgen-des: Licht der Rede, Glanz des Geschlechts, Sturm derKrieger.
Eben dieser römische Rhetoriker unterscheidet vier Artender Metapher:
1. wenn ein belebtes Wesen statt des andern gebrauchtwird; z. B. wenn Livius erzählt, Cato sey gewohnt gewesen,den Scipio anzubellen *);
2. ein lebloses Wesen statt des andern; z. B. VirgilS:Classiczue irnmiltit Iinbenas; er läßt der Flotte den Zügelschießen **);
3. leblose Dinge für belebte Wesen; z. B.: durch Schwertoder Verhängnis; sank der Muth der Argiver;
4- belebte für leblose; die Metaphern dieser Art sind diekühnsten; z. B. Virgils: kontern incliZnulus ^rsxes. Un-willig trug der Arapes die Brücke. Oder Cicero's: „Was hatdein gezücktes Schwert in der pharsalischen Schlacht? wessenBrust wollte seine Spitze durchbohren? welche Absicht hattendeine Waffen?"
Beschrankt sich die Metapher auf einzelne Ausdrücke,so ist die Allegorie eine fortgesetzte und durch ausführlichereDarstellung der einzelnen Theile ausgedehnte Metapher.
Ein Beyspiel der Allegorie gibt Horazens folgende Ode,
*) Uiv. 1^. Zg. eap. 5§.") l,. 6. i.