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b) die Gattung statt der Art, oder die Art statt der Gat-tung ; z. B.: der Künstler, statt der Bildhauer; der Sauger,statt der Dichter. Oder: Gott hat den Planeten ihre Bahnenvorgezeichnet, statt den Sternen;
c) die einzelne Zahl und Zeit statt der mehreren, die be-stimmte statt der unbestimmten; z. B.: der Hain grünt, stattdie Haine; der Römer war Sieger in der Schlacht, stattdie Römer; tausend Sternenheere loben den Schöpfer,statt unendliche;
st) das Individuum für die Art oder die Art für das In-dividuum ; z. B. Auguste und Mecäne für Beförderer undGönner der Künste und Wissenschaften; ein Tempe, statt einerschönen Gegend; du wirst kein Schiller, statt vorzüglicherDichter.
In diesem letztem Fall erhalt die Synekdoche den NahmenA u t o n o in a s i e.
§. 7 -
Metapher und Allegorie.
Quintilian überhäuft die Metapher mit Lobsprüchen, undnennt sie den schönsten aller Tropen. „Die Natur selbst,", sagt er,„hat sie uns gelehrt. Sie ist so reizend, daß sie in jedem Aus-drucke mit eigenem Lichte glanzt. Sie macht auch, daß keinemDinge seine Benennung fehle."
Die Metapher ist eigentlich die Gattung der Tropen,und beruht auf dem Verhältnis; der zwischen Gegenständen undBegriffen obwaltenden Ähnlichkeit. Ihr Wesen besteht also da-rin, daß man, statt einen Gegenstand durch seine eigenthümli-che Benennung zu bezeichnen, dafür einen andern, ihm ähnlichensetzt, wodurch der bildliche Ausdruck eine Art von Gemähldewird, und in uns eine viel lebhaftere Vorstellung der versinn-lichten Sache erweckt. Z. B.: das Feuer der Rede; die B l ü-the der Schönheit; das sterbende Jahrhundert. Man über-trägt also, nach Quintilians Erklärung, ein Nenn- oder Zeit-