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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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Die Figuren, welche sich bloß auf den Klang beziehen,gehören eigentlich nur dem Dichter; der Redner fallt durch ih-ren Gebrauch ins Spielende und Nerkünsteltc.

Der Unterschied zwischen Wort- und Gedanken-Figurenist indes, weder wichtig noch zulänglich. Es läßt sich oft nichteinmahl fest bestimmen, ob eine Figur zu der ersten oder zurzweyten Elaste gehöre. Dieß ist z. B. der Fall beym metapho-rischen Ausdruck, da wo er in die Allegorie überzugehen beginnt;eben so auch bey den bald kurzem, bald langem Personificatio-nen und mehreren andern Figuren. So bemerkt O.uintilianauch von der Ironie, daß sie bald zu den Tropen, bald zu denFiguren gehöre.

Einige Theoretiker ordnen die Figuren anders; z. B.Adelung und Pölitz, nach den verschiedenen Seelenvermögen,in Figuren für das Gedächlniß oder für die Aufmerksamkeit,für die Phantasie, für den Witz und Scharfsinn, für die Em-pfindung u. s. w. Einige Rhetoriker theilen die Figuren in ob-jektive und subjeetive, andere, z. B. Batteu.r, in reizende undrührende.

§. - 4 .

Entstehung und Gebrauch der figürlichenA usdr ü ck e.

Der erste Gebrauch der Tropen oder einzelnen figürlichenAusdrücke war ohne Zweifel eine nothmendige Folge des Man-gels an eigenthümlichen Ausdrücken; indeß ist diese Armuth derSprache doch nicht der einzige und wichtigste Grund ihres Ur-sprunges. Die Herrschaft, welche Einbildungskraft und Leiden-schaft über den Menschen und seine Sprache auSuben, hat ander Entstehung der figürlichen Ausdrücke, wie auch der Figurenüberhaupt, einen sehr bedeutenden Antheil. In dieser letztemHinsicht sind sie daher nicht mehr das Product der Norhwendig-keit, sondern das Werk der freyen Wahl. Man glaube alsonicht, die Figuren seyen etwas Unnatürliches und Ungewöhnli-

PHUosoph. Abtheil. v. Band. ,L