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stellungen mit den weniger schonen Hauptvorstellungen ent-steht.
Der Ausdruck Figur wird entweder in eigenthümlicheroder in uneigentlicher und figürlicher Bedeutung genom-men. Die eigenthümliche Bedeutung des Ausdrucks Figurfindet nur in den Künsten des Raumes Statt, indem Figurdie äußere, durch bestimmte Umrisse beschränkte Gestalt andeu-tet. Die Figuren sind daher in dieser Hinsicht Flächenfigurenoder körperliche Figuren. Die erstem finden sich z. B. in derTanzkunst, die letztem in der Bildhauerkunst.
In uneigentlicher Bedeutung wird das Wort Figur inden Künsten der Zeit genommen, insbesondere in der Poesie,Rhetorik und Musik. In Hinsicht der beyden erstem spricht manimmer nur vonjrh etorisch e n ober Rede-Figuren, nie abervon poetischen Figuren überhaupt, welches ohne Zweifel daherrührt, weil die griechischen Rhetoriker früher darauf Rücksichtnahmen, als die Poetiker. Da nähmlich Jene bemerkten, daßein Theil der Schönheit und des Nachdrucks in den besonder»Redeformen und Sprachwendungen liege, welche zugleich ge-wisse Kennzeichen und unterscheidende Merkmahle an sich tra-gen, mittelst welcher sie füglich unter besondere Classen ge-bracht werden können, so gaben sie ihnen den Nahmen Fi-guren; denn so wie die Figur oder Gestalt eines Körpersihn von allen andern ähnlichen unterscheidet, so hat auch jededieser Sprachformen eine gewisse Eigenthümlichkeit in Ge-stalt und Wendung, durch welche sie sich nicht nur von dem ge-wöhnlichen Ausdruck überhaupt, sondern auch von allen übrigenFiguren unterscheidet.
§. 3 .
Drey Hauptgattungen der Figuren.
Man kann alle Figuren in drey Hauptclaffen eintheilen:s) Wort- oder Rede-Figuren.t>) Sach- oder Gedanken-Figuren,o) Klang-Figuren.