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aus fallend seyn, oder mit beyden einmahl abwechseln; es darfjedoch weder das Steigen noch das Fallen der Stimme zu lan-ge nach einander fortwähren. Deßhalb hat der steigende, so wieder fallende Periode eine Länge, deren Überschreitung die Ein-heit des Tones verletzt. Cicero, ein Meister in der Kunst desPerioden-Baues, bestimmt die größte Länge des vollkommenenPerioden auf ungefähr vier Hexameter *).
§. ro.
Bau der Sätze und Schlußfall.
Auch bey den einzelnen Sätzen, welche zusammen denPerioden bilden, sehe man darauf, daß sie weder zu kurz, nochzu lang werden, indem es den erstern an Haltung, den letz-tem an Bewegung fehlt-; doch hüte man sich auch eben so sehrvor dem entgegengesetzten Fehler, vor ängstlicher Abmessungder Sätze, welches dem Ganzen ein steifes, pedantisches Anse-hen geben würde.
Haben die Sätze des Perioden das gehörige Längenmaßund die angenehme Symetrie, so kommt es doch darauf an, daßnicht zu viele Sätze in einander geschoben, noch solche Sätze,welche keinen leichten und ungezwungenen Zusammenhang ha-ben, gewaltsam mit einander verbunden, noch zu entfernte Vor-stellungen in einen Perioden zusammengedrängt werden. Manbleibe der einmahl angefangenen Construction getreu, und su-che insbesondere die Aufmerksamkeit mit dem Gange des Pe-rioden zu steigern; denn jede Hemmung, jeder geringste Still-stand entkräftet den Perioden; stetes Fortschreiten belebt undbeflügelt ihn.
Schon jeder einzelne Satz muß seinen Schlußfall haben;bemerkbarer als bey allen vorhergehenden muß aber dieser Fallbeym letzten Satze werden. Darum werde der Periode nie mitnachschleppenden Ideen geschloffen, sondern sowohl durch Begriffeals Ausdrücke gegen das Ende immer voller und kräftiger.
6io. Or«t. 66-