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Die äußern Eigenschaften sind entweder grammatische oderästhetische. Die erster» bestehen in der Wahl, Stellung und Ver-bindung der Wörter; die letztem geben den Wohlklang, dieLeichtigkeit des Vortrags und den nach Beschaffenheit der Sachegestimmten Ton, welcher feyerlich, fröhlich, sanft, stürmisch,u. s. w. seyn kann.
§- 9 -
Länge des Perioden.
Die Länge des Perioden wird durch die Zahl und Längeder Sätze bestimmt; diese letztem aber hangen wieder vonder Darstellung und Durchführung ab, welche der Hauptgedankeverlangt. Die Sätze sind entweder allgemeine, oder s u b-ordinirte und coordinirte. Die erster» sind, ihremUmfange nach, gewöhnlich kürzer als die zwey letztem Arten.
Hieraus ergibt sich, daß die Perioden nicht von gleicher-und bestimmter Länge seyn können, daß aber die Symetrie derSätze stets genau beobachtet werden muß. Geschieht dieß nicht,so kann auch ein kurzer Periode zu lang seyn, wo hingegen,Key Beobachtung der Symetrie, auch der lange Periode nichtzu lang werden wird.
Jndeß treten aber doch zwey Rücksichten ein, welche dieLange des Perioden in gewisse Gränzen einschränken. Die-se sind:
1. Die Deutlichkeit des Sinnes; denn da derPeriode nur einen einzigen Hauptgedanken enthalt, und dervolle Sinn sich erst am Schlüsse entwickelt, so muß man nothwen-dig jeden einzelnen, noch unbestimmten Satz bis ans Ende be-halten können,' wo alles Einzelne sich zu einer einzigen Haupt-vorstellung vereiniget.
2. Die Stimme, beym mündlichen Vortrage; dennder Redner muß jeden Perioden, weil er ein Ganzes ausmacht,wenn auch nicht in einem Akhem, doch mit Einheit desTones vortragen. Nun muß aber die Stimme, nach Beschaf-fenheit des Perioden, entweder durchaus steigend, oder durch-