Umriß*).
„Wenn das liebe Thal um mich damvft, und die hohe Sonnean der Oberfläche der undurchdringlichen Finflerniß meines Wal-des ruht
N i ed ersenk'ung.
„und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligthumstehlen,"
Niedersenkung.
„und im hohen Grase am fallenden Bache liege,"
Nieder senkung.
„und nahe an der Erde tausend Groschen mir merkwürdigwerden,"
Niedersenkung.
„wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen,die unzähligen Gestalten der Würmchen, Mückchen näher anmeinem Herzen fühle,"
Erhebung.
„und fühle die Gegenwart des Allmächtigen, der uns nach sei-nem Bilde schuf,"
Erhebung.
„das Wehen des Allliebenden, der uns, in ewiger Wonne schwe-bend, trägt und erhält
Großer Umriß.
„mein Freund! wenn's dann um meine Augen dämmert, unddie Welt um mich her, und der Himmel ganz in meiner Seeleruht, wie die Gestalt einer Geliebten:"
Vollendung.
„dann sehn' ich mich oft und denke: ach, konntest du demPa-
*) Moriz zergliedert nun mit vielem Scharfsinn die einzelne» Zü-ge des Gemähldes, um endlich ihre Zusammenstimmung zurTotalwirkung zu zeigen.