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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Zur sechsten Strophe:

Jona, die Goltinn der ionischen Sprache, die zuerst unterden griechischen Mundarten sich ausbildete. Teutona, diedeutsche Sprachgoktinn. Barbiton, ein vollkommenes Sai-tenspiel des lyrischen Zeitalters.

Einen praktisch-theoretischen Beweis von dem Wohllautund der Wohlbewegung, deren unsere deutsche Sprache im höchstenGrade fähig ist, gab uns Klopstock durch das lyrische Meisterstück

Die Lehrstunde*).

Der Lenz ist, AM. gekommen ;

Die Luft ist hell, der Himmel blau, die Blume duftet.

Mit lieblichem Wehen athmen die Weste,

Die Zeit des Gesangs ist, AM, gekommen.

«Ich *') mag nicht singen, die Zeisige hübenDas Ohr mir taub gezwitschert;

Viel lieber mag ich am Aste mich schwenken.

Und unten in dem krystallenen Bache mich sehen*").

Nicht singen"")? denkest du, daß deine MutterNicht auch zürnen könne?

Lernen mußt du, der Lenz ist da!

Viel sind der Zaubereyen der Kunst,

Und wenig Tage des Lenzes.

Weg von dem schwankenden Aste,

Und höre, was einst vom Zauber der Kunst mir sangDie Königinn der Nachtigallen, Orphea;

*) Eine alte Nachtigall unterrichtet die jüngere in den Kunstre-geln der Gesänge und des Ausdrucks. 2» der ersten Strophespricht die Lehrerinn.

") Die jüngere Lehrlinginn nimmt das Wort.

"*) Sie will Kunstgenuß, aber nicht Kunstmühe.

"") Die Mutter tadelt die Trägheit der junge» Künstlerin».

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