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»Die nördlichen Völker verschlingen die Aspiration derKehle durch den starken Gebrauch der Zunge, der Lippen unddes Gaumens, und da sie die lateinischen Lander überschwemm-ten, fanden sie das H unaussprechlich. Es verlor sich also ausder italienischen und meistens auch aus der französischenSprache, in welcher das Wort Hauch selbst nach allen Ele-menten ein Fremdling ist. Unserer deutschen Sprache, als ei-ner Original-Mundart, blieb es, und mildert also recht sehrihre Barbarey der Consonanten.
§. 4 «.
Wohlklang insbesondere.
Der besondere oder charakteristische Wohl-klang bezieht sich auf den Ausdruck äußerer oder innerer Ge-genstände; der äußere Wvhlklang findet daher Statt, wennman durch die gewählten Wörter andere Töne oder physischeBewegungen nachahmt; der innere besteht in dem — durchSprache charakcerisuenden Ausdruck der Empfindungen undLeidenschaften. In beyden Fällen wird der zu bezeichnende Ge-genstand durch den künstlichen Schall und Gang der für dieBezeichnung gewählten Wortfolge versinnlichet dargestellt. Fol-gende Beyspiele zeigen dieses deutlicher:
a) Nachahmung anderer Töne durch die Laut-Ähnlichkeitder Wörter; z. B. knarren, brüllen, lecken, zischen,summen, brummen, prasseln, klingeln, heulen;Lichtenberg sagt von Wörtern dieser Art, sie seyen nicht bloßeZeichen, sondern eine Art von Bilderschrift für das Ohr *).
So sagt Virgil vom Gezische der Schlange, welcheser durch die häufig angebrachten Buchstaben i und s wählt:
ÜrlUla luiullellsnt lingu» VidrarUidaL via.
wonen, Lon, Son schreiben; bald wird man also auchgeen (statt gehen) aben statt haben, und An statt Hahnschreiben.
*) Witz, und laun. Schriften. Z. B-