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sonanten verlören, haben wir mehr Doppellauter und stärkereVocale,— zwar wieder nicht mehr als die Griechen, abergewiß mehr als unsere Nebcnsprachen." --
„Wir zahlen nur fünf Selbstlauter; allein zwischen ihnensind nach der allmählig veränderten Bewegung der Redewerkzeugenoch so viel Laute einzuschieben, daß es gleichsam eine ganzeReihe von Vocalen gibt, wo einer mit dem andern zusammen-fließt , und sich in denselben zu verlieren scheint. Unsere Spra-che hat diese zusammenhängende Reihe ziemlich vollständig: siespricht ihre Selbstlauter mit so verschiedener Höhe und Tiefe,Länge und Kürze aus, daß ihr dem Klange nach (ich redenicht vom Schreiben) wenig Mittelglieder zwischen diesen Haupt-vocalen fehlen werden, selbst bis auf das y der Griechen undeinige Nasenlaute der Franzosen. Diese Mannigfaltigkeit voneinfachen Tönen, für die wir länge nicht Zeichen genug haben,gibt der lebenden Aussprache so viel Polytonie, so vielAbwechslung des Klanges, daß das stolze und eigensinnige Ohrweit seltener den Vocal wieder kommen höret, als dasAuge, das schon übersehender ist, ihn nach unserer mangelhaf-ten Orlographie wiederkommen sieht. So werden die ungeheuer»Verbindungen unserer Consonanlen auch durch diese feinen Auf-und Abstufungen der Vocale, die das Gehör so bald bemerket,gemildert: und da der Vocal die ganze Sylbe beleben muß,so bekommt durch diese Menge von Zwischenlautern die Redemehr Abwechslung, die der barbarischen Monotonie begegnet."
„Ich würde noch weiter gehen, und bemerken, daß unsereSprache eben den Vocalen die meisten Modißcationen gebe,die wir zur Milderung der rauhen Töne, zur Linderungstarker Consonanten, zur Biegsamkeit der Rede am nölhigstenhaben: nähmlich bey E und I, die wir so oft und verschiedenaussprechen, daß sie statt vieler gerechnet werden können.Statt so vieler, daß unsere mir Zeichen sparsame Schreibartnicht weiß, sie hinzustellen, und sie bald zu Doppellauternmacht, die keine Doppellauter sind (ä, ee und ie) bald neueBuchstabe» dazu nimmt, die den Mangel ersetzen sollen, wie