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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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denn ihr gewaltsames Eindringen trennet immer den Sinn derRede. Kann man ihnen nicht ausweichen, so sey man wenig-stens auf ihre möglichste Kürze bedacht.

6. Eben so nachteilig sind der Deutlichkeit die langen,wortreichen Umschreibungen.

9. Bey neugebildeten Wörtern vermeide man alle regelloseWillkühr.

10. Gesuchte Kürze, welche der Rede selbst die unentbehr-lichen Wörter raubt, ist der Deutlichkeit im höchsten Gradeschädlich. Manche Schriftsteller sind zufrieden, wenn nur sie sichselbst verstehen; ob auch der gefolterte Scharfsinn des Lesersden Sinn zu entrathseln vermöge, darum bekümmern sie sichnicht.

n. Jeder grammatische Fehler überhaupt bewirkt Undeut-lichkeit. Aristoteles sagt: „Verstoßest du gegen die Regeln derSprachlehre, so werde ich oft deine Meinung gar nicht fassenkönnen." Hierher gehören z. B. die falsch angebrachten Ver-bindungswörter, die Verwechslung der beydenZahlen, verfehlteGeschlechtswörter, unrichtige Jnterpunctionen u. s. w.

iS. Endlich erliegt die Deutlichkeit oft auch unter einemSchwall überflüssiger Zierrathen, welche den Sinn gleichsamerdrücken.

tz. 3o.

Klarheit.

Eine Schwester derDeutlichkeit ist die Klarheit. Bey-de sind unzertrennlich.

Die Klarheit, sagt Pölitz, „besteht in dem lichtvollenHervorheben der unterscheidenden Merkmahle in deneinzelnen Theilen eines stylistischen Ganzen, so daß man cswahrnimmt, wo die Grünzen des einen Theiles aufhören unddas Gebieth des andern anfangt. Dadurch wird die Übersichtdes Ganzen um ein Großes erleichtert." —

Man sieht hieraus, daß die Klarheit eine nothwendigeFolge des richtigen Gebrauchs der Synonyme ist.