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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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fremden Lande erblickt. Wie wir alsdann aufwallen und ihnumarmen: so wallen wir auch dem eigenthümlichen Ausdruck ent-gegen/ der sich mit unfern Sprachwerkzeugen zusammenbildete/mit unfern Seelenkräften gemeinschaftlich aufwuchs, und deruns also an die Freuden unserer Jugend erinnert."

Nirgends," fährt Herder bald darauf fort,reizt dieseidiotische Schreibart mehr, ja nirgends ist sie unentbehrlicher,als bey Schriftstellern der Laune, bey Dichternvon eigner Manier, und in dem Vortrage für den ge-meinen Mann, der auch in Schriften leben soll. Nimmtman diesen das Jdioti frische ihrer Sprache, als einer le-bendigen, als einer angebornen, als einer National-Sprache ;so nimmt man ihnen Geist und Kraft."Es muß auch wirk-lich schwer seyn, zu diesen Geheimnissen der Sprache zu gelan-gen, weil wir unsere wahren idiotistischen Schriftsteller in allendrey Gattungen leicht aufzählen können."

Idiotismen des Ernstes und des philosophischen Nach-drucks" sagt Herder gegen den Schluß seiner Abhandlung,sindin unserer Sprache die häufigsten: sie drängen sich wie die Myr-midonen des Achilles aneinander: Schild an Schild, Helm anHelm, Mann an Mann: wie wenn ein Baumeister in derMauer des hohen Pallastes Stein an Stein fügt, um denStürmen der Winde zu trotzen."

Hierin waren unsere e ig e nth ü m l ich ste n Denker amglücklichsten: und wenn man seine Hand stark fühlt, um die be-sten Idiotismen derselben zu wägen: so wird das Übergewichtgewiß auf diese Seite des Ernstes fallen."

So ruft Herder aus seinem Grabe, zur Erhaltung derechten Sprache Thuiscons, die Gegenwart und die Zukunft an.

§. 20 .

Arten der S p ra chri ch t ig k e i t.

Es gibt eine zweyfache Sprachrichtigkcit, eine gramma-tikalische, und eine logische, welche von einigen Rheto-