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rikern auch die lexikalische genannt wird. Die erstere, dasWerk des nieder» Syntaxes, bezieht sich auf Beugung, Ab-wandlung, Stellung und Verbindung einzelner Redetheile; dieletztere auf Beobachtung des Sprachgebrauchs und des Geistesder Sprache in ganzen Redesätzen und Redensarten; sie ist dasResultat der höher» Syntax oder der Logik.
Dem gemäß bestimmt also die grammatische Sprachrichtig-keit die Stellung des Artikels und des Beyworts vor dem Haupt-wort, die Construction der Vorwörter und der von ihnen zuregierenden Beugungsfalle, die Stellung der Bindeworterunddie Art, in welche hiernach das Zeitwort gesetzt wird, nähmlichdie verbindende oder die anzeigende, u. s. w.
Die logische oder lexikalische Sprachrichrigkeit bestimmt deninnern Zusammenhang der Redetheile, z. B. das Verhältniß derverschiedenen, sich nähernden Zeiten zu einander, als: das Ver-hältnis; der jüngst vergangenen Zeit zur ganz vergangenen, derganz vergangenen zur langst vergangenen, der anzeigendenArt zur verbindenden u. s. w.
Man sieht hieraus, daß zur Beobachtung dieser letzter»Unterschiede, Ähnlichkeiten und Verhältnisse der Redetheile einlogisch- ausgebildeter Kopf gehöre.
Um gegen die Sprachrichtigkeit nicht zu verstoßen, mußman selbst auf scheinbare Kleinigkeiten genau achten; auch vor-züglichen Schriftstellern entschlüpft manchmahl aus Nachlässig-keit irgend eine Unrichtigkeit der ersten oder letztem Art.
§. 21 .
S o l ö c i s m e n.
Alle Fehler gegen die Sprachrichtigkeit, das ist, gegen dieniedere oder höhere Syntax, heißen überhaupt Solöcis-men *).
*) Die Benennung Solöcismen leitet man von Soli oderSolos, einer Stadt in Cilicien, her, deren Einwohner ihreMundart nach und nach so sehr entstellten, daß man von jedem,der schlecht griechisch sprach, sagte: er spreche so lisch-