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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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schlecht der Hauptwörter, die regelmäßige oder unregelmäßigeAbwandlung der Zeitwörter, den Gebrauch der Vorwörter undder von ihnen verlangten Beugungsfälle, die Art und Weise,die Sätze zu verbinden, zum Theil selbst die Jnterpunctions-Zeichen, die regulären oder irregulären zweyten und dritten Ver-gleichungsstaffel, u. s. w.

§. i6.

Analogie.

Die Analogie oder S pr a ch ä h n l ich ke i t gründet sichauf den Sprachgebrauch, und darf ihm daher nicht widerspre-chen. Sie bestimmt, in allen ähnlichen Fällen, das gleichmä-ßige Verfahren, sowohl in der Bildung einzelner Wörter, alsauch in der Stellung und Verbindung mehrerer Redetheile. Siegibt das an, was in den meisten Fällen gilt, und dadurch zurRegel wird; was davon abweicht, besteht nur als Aus-nahme. So müßten z. B. die Zeitwörter heben und ge-ben nach der Analogie von leben und schweben, beben,u. s. w. in der jüngstvergangenen Zeit ich hebete und ge-bet« haben; allein der Sprachgebrauch fordert hier eine Aus-nahme, und so entsteht die Abweichung: ich hob, ich gab.

§- > 9 -

Geist der Sprache. Idiotismen.

Der G e ist e i» e r S p r a ch e ist ihre Eigenthümlichkeitin Ausdrücken und Wendungen, in der Wortverbindung undPeriodirung, wodurch sie sich von allen andern Sprachen un-terscheidet. Dieser Geist der Sprache ist Eines mit dem Geistdes Volkes, welches sie spricht, da jene grammatischen Eigen-thümlichkeiten sich auf die Eigenthümlichkeiten des National-Charakters gründen. Man nennt sie in den einzelnen Fällen,wo sie sich zeigen, Idiotismen.

Die Idiotismen einer Sprache sind also die wahrsten Ab-