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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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3. Provincialismen, oder Wörter und Formen/welche nur in den Mundarten gewisser Provinzen verkommen/den Gesetzen der hochdeutschen oder Schriftsprache aber zuwiderund deßhalb in sie nicht ausgenommen sind.

4- Alle aus fremden Sprachen entlehnten Wörter undFormen / das ist: alle G r ä e i s m e n, Latinismen/ Gal-licisme ist, Anglicismen u. s, w.

§- 7 '

Archaismen.

Schon Horaz sagte eben so schön als wahr:

»So wie die Wälder das Laub mit den eilenden Jahren ver-ändern,

Voriges welkt: so vergeh'» absterbender Worte Geschlechter*)."

Der Grund des Veraltens der Wörter kann aber liegen:

а) In einer Verstümmelung / welche dem vervollkommne-ten Bau der neuern Sprache zuwider ist; z. B. h außenstatt hier außen; naus statt hinaus; Heinz statt Heinrich.

K) In dem Unedlen des Ausdrucks/ z. B. schmeißenstatt werfen ; G e seck l statt Gefährte; stiften statt wirkenyder bewirken.

c) In der Zweydeutigkeit des Ausdrucks / welcher später-hin durch beobachtete Unterscheidung berichtiget wurde; z. B.einfältig statt einfach; ahnden statt ahnen.

б) In dem nicht gehörig ausgebildeten Bau der Wörter;z> B. fähnlich statt gefährlich; Fährlichkeit statt Ge-fahr; söhnen statt versöhnen; benahmsen statt benen-nen; gülden statt golden; zween oder zwo statt zwey;stund, fun d statt stand, fand; Copei statt Copie.

e) In dem unnützen Sylben-Uberfluß; z. B. geruhigstatt ruhig; nachdeme statt nachdem; denen statt den;

cher sich mit der Abstammung der Wörter beschäftiget, und sie

auf ihre Wurzel- oder Stammwörter zurückführt.

*) IPist. -ul 1>is. von Voß übersetzt.