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keit nicht nur alle verschiedenen Arten der eigentlich sogenann-ten Reden, sondern auch Erzählungen, Beschreibungen, phi-losophische und historische Abhandlungen, Gespräche und Briefe,wenn-nur die Form ihres Styls dem Begriff der Beredsam-keit entspricht.
Quintilians zwölf Bücher orawriarum institutionurnenthalten die geschmackvollste Blumenlese der Lehren aller grie-chischen Rhetoriker, auf die Beredsamkeit und Redner der Rö-mer sehr glücklich angewendet.
§. 6 .
Stufen der Wortsprache.
Die Griechen unterschieden drey Arten der Sprache: denStyl der Poesie, edel und prächtig; den Styl der Unterre-dung, einfach und bescheiden; und den Styl der höher» Pro-sa, welcher, nach Beschaffenheit seines Gegenstandes, sich mehroder weniger an die erste oder zweyte Gattung anschließt.
Wir nehmen, ihrem Stufengange gemäß, vier Sprach-gestalten an:
1. Die Sprache des gemeinen Lebens.
2 . Beredtheit oder Wohlredenheit. ^
3. Die rednerische Sprache, nähmlich, die eigentlicheBeredsamkeit.
4 . Die dichterische Sprache.
§- 7-
Charakter und Unterschied dieser vier Sprachi-ge stalten.
Die gemeine Rede (Sprache der Unterre-dung) drückt, ohne alle Nebenabsicht, die Gedanken so aus,wie die Gelegenheit sie in der Vorstellungskraft hervorbringt, xgeradezu, und bloß in der Absicht, sich ander» verständlich zumachen.