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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
420
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Es herrscht der Geist von aller Güte,

Der ewig, heilig, heißt;

Ihn kennt im innersten GemütheDer selbstbewußte Geist.

Chor.

Wann das Herz die Freude fühlet,

Das sich reiner Lust bewahret,

Dann hat er sich offenbaret,

Hat der Ew'ge sich enthüllet.

Auch hier hat er sich uns gezeigt.

In dieser Stunde Lust,

Aus seiner Wolken Höhe sich geneigtZu der beschränkten Brust.

Laßt einen Geist uns dann beleben.

Der Liebe ein'gen Geist,

Und freudigernst uns dem ergeben,

Was werth der Liebe heißt.

Chor.

Durch der Schatten ernste Hülle,

Durch die Schranken uns'rer Sinnen,

Hebt die Liebe uns von hinnen -Sie, des Schöpfers heil'ger Wille.

Crisalin (Sinclair).

Einladung.

Willst du, wo ich wohne, seh'n.

Laß uns hier im Thale geh'n!

Geißblatt, Moos und Epheu grünenÜber uns in Berg-Ruinen,

Und dem Geist der Vorzeit nah'

Steht mein kleines Hüttchen da. ^

In dem Stübchen, still und klein,

Kehrt die Freude willig ein;

Bohnen ringeln sich, und webenSchatten an den Fensterstäben,

Und der Hänfling baut sein Nest,

Wo man ihn nur bauen läßt.