O könnt' ich doch nur diesen Rosen,
Für dich Unsterblichkeit verleih'«!
Sie würden liegend dich umkosen,
Und dir, wie ich, ihr Leben weih'n!
Denn dir MakellosenBlühen ewig Rosen;
Doch die schönste blüht,
Dem dein Herz erglüht.
CH. Kuss
N u n d g e s a n g.
Mit ihrem Schleyer deckt die NachtDeS bunten Tages Bild,
Und aller Reiz und alle PrachtSind sanft nun eingehüllt;-Nur daß einsam am stillen Orte,
Noch hell ein Lämpchen blinkt,
Wo Freundes - Rede LiebeswvrteVertrauten Ohren bringt.
Chor.
Hier zu dieser Abendstunde,
Hier bey dieses Lämpchens Helle,
Ist der Freundschaft ihre Stelle;
Ist die Zeit zu ihrem Bunde.
Des Tages Arbeit ist gethan.
Und seine Last vorbey;
Es bricht der Ruhe Zeit heran,
Von aller Sorge frey.
Doch mein' ich , eh auf eure AugenDer Schlummer niederstnkt.
Könnt' wohl noch diese Stunde taugenZur Freude, die uns winkt.
Chor.
Nun, wo all' die Stimmen schweigen/Die den Tag verwirret hatten,
Ist Geheimniß in den Schatten,
Daß Verständnisse sich zeigen.
Philosoph. Abtheil. II. Land. D d