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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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417
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O könnt' ich doch nur diesen Rosen,

Für dich Unsterblichkeit verleih'«!

Sie würden liegend dich umkosen,

Und dir, wie ich, ihr Leben weih'n!

Denn dir MakellosenBlühen ewig Rosen;

Doch die schönste blüht,

Dem dein Herz erglüht.

CH. Kuss

N u n d g e s a n g.

Mit ihrem Schleyer deckt die NachtDeS bunten Tages Bild,

Und aller Reiz und alle PrachtSind sanft nun eingehüllt;-Nur daß einsam am stillen Orte,

Noch hell ein Lämpchen blinkt,

Wo Freundes - Rede LiebeswvrteVertrauten Ohren bringt.

Chor.

Hier zu dieser Abendstunde,

Hier bey dieses Lämpchens Helle,

Ist der Freundschaft ihre Stelle;

Ist die Zeit zu ihrem Bunde.

Des Tages Arbeit ist gethan.

Und seine Last vorbey;

Es bricht der Ruhe Zeit heran,

Von aller Sorge frey.

Doch mein' ich , eh auf eure AugenDer Schlummer niederstnkt.

Könnt' wohl noch diese Stunde taugenZur Freude, die uns winkt.

Chor.

Nun, wo all' die Stimmen schweigen/Die den Tag verwirret hatten,

Ist Geheimniß in den Schatten,

Daß Verständnisse sich zeigen.

Philosoph. Abtheil. II. Land. D d