Nur dem HoffnungslosenBlühen keine Rosen;
Er sieht ringsumherAlles blumenleer.
Weih'n wir auf unfern Pilgerpsaden,
Der holden Freude Herz und Sinn,
Spinnt Heiterkeit den Lebensfaden:
Dann sind die Fluren immer grün.
Nur dem FreudelosenBlühen keine Rosen;
Er sieht überallNur ein Leichenthal.
Wem bey den Leiden seiner Brüder,
Mitleid das weiche Herz belebt,
Dem blüh'n die Lebensblumen wieder.
So oft der Tag sein Haupt erhebt.
Nur dem MitleidslosenBlühen keine Rosen;
Denn sein Herz von SteinStarrt, und bleibt allein.
Wer sich den Frieden seiner Seele»
In junger Schönheit rein bewahrt.
Dem blühen an der LebensquelleDie schönsten Blumen jeder Art.
Nur dem RuhelosenBlühen keine Rosen;
Auch bey Scherz und Lust.
Tobt's in seiner Brust.
Wer sein Gemüth von Schmerz und FreudeDurch leisen Hauch sich regen fühlt,
Dem kränzt der Blumen HuldgeschmeideDie Brust, mit schönem Trieb erfüllt.
Aber dem HerzlosenBlühen keine Rosen;
Seine LebensauSchmachtet ohne Thau.