Der Adler.
Die Fackel der Tobten verjünget :
Ein blühender Phönix, entschwingetDie Seele sich frey und entschleyert,
Und grüßet ihr göttliches Glück. .
Die Tauben.
In der Myrthen Schatten,
Gatte treu dem Gatten»
Flattern wir und tauschenManchen langen Kuß ;
Suchen und irren.
Finden und girren.
Schmachten und lauschen,
Wunsch und Genuß!
VenuS Wagen zu ziehenSchnäbelnd wir im Fliehen;
Uns're blauen SchwingenSäumt der Sonne Gold!
O wie es fächelt.
Wenn sie lächelt!
Leichtes Gelingen!
Lieblicher Sold!
Wende denn die Stürme,
Schöne Göttinn! SchirmeVey bescheidner Freude;
Deiner Tauben Paar!
Laß uns beysammen!
Oder in FlammenOpfre uns beydeDeinem Altar!
A. W. Schlegel.
An Nina.
(Bey Übersendung eines Rosenstraußes im Spätherbste.)Selbst wenn schon rauhe Lüste stürmen,
Und bleich das Jahr zu Grabe geht.Erblühen, wenn wir sie nur schirmen,
UnS Blumen, die kein Nord verweht.