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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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404
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Noch leuchtet Sonne, Mond und Stern'

So liebevoll auch mir,

Und wann die Abendglocke hallt.

Da red' ich, Herr, mit dir.

Einst öffnet jedem Guten sichDein hoher Frcudensaal,

Dann komm' auch ich im FeyerkleidUnd setze mich an's Mahl.

L. UHIand.

Die Geliebte-

Man sagt, daß die lieblichste Blum' im MayDie Rose, die Tochter der Liebe, sey.

So ist auch das Mädchen, das mir gefällt.

Die lieblichste Jungfrau der ganzen Welt.

Und gälte mit Männern das Ritterspiel,

Gern macht' ich die Rennbahn zuni Todespsühl;Und hielten sie Zauber und Drachen fest.

Wie süß sich für Liebe das Leben läßt!

O Jungfrau, du süße! was schwellt den MuthMit alles durchdringender Liebesgluth?

Was wehet wie Winde und braus't wie MeerLebendig im Busen mir hin und her?

Ich höre die Klagen der Nachtigall,

Die Klagen der Liebe voll süßen Schall,

Ich sehe das Leben an Laub und Baum,

In tiesester Tiefe, im höchsten Raum.

O Jungfrau, du süße! eS ist nicht SchallDer Liebe bewimmernden Nachtigall,

Es ist nicht die Blüthe, das Blatt am Baum,Was himmlisch begeistert den Göttertraum.

Still ruhet das Leben in tiefer GestaltUnd fluthet nach oben mit LiebeSgewalt;

ES schwellen die Wasser zum Sonnenlicht,

Das Blut zu dem menschlichen Angesicht.